Tierhaltung

Unter Tierhaltung versteht man die Zufuhr von Nahrung und die Erhaltung eines oder mehrere Tiere unter Aufsicht von uns Menschen.
Wesentlich werden Tierhaltungen in 3 Rubriken unterschieden: in Nutz-, Heim- und Wildtierhaltung. Diese Einordnung erfolgt nach Motiven, Zielen und der Zustand der entsprechenden Haltung der Tiere. Die Nutztierhaltung beinhaltet den innerartlichen Veränderungsprozess im Gegensatz zu der Wildtierhaltung, während Heimtiere gezähmt werden können.

Die Geschichte der Tierhaltung

Vor ungefähr 10.000 Jahren nach Ende der Eiszeit begann die reine Nutztierhaltung. Der Auerochse, das Wildschwein und der Wolf waren die ersten Vertreter der Nutztierhaltung. Seither hat die Aufzucht und Stellung von Tieren für landwirtschaftliche und andere rationelle Zwecke sich immer weiter entwickelt. Die Heimtierhaltung kann man auch in der Menschengeschichte weit zurück verfolgen. Um in der Gesellschaft von Menschen zu leben, wurden auch Tiere wegen religiösen und anderen unterschiedlichen Gründen gezähmt. Die Heimtierhaltung unterscheidet sich von der Nutztierhaltung, weil die Tiere nicht wegen speziellen Zwecken wie zum Beispiel als Nahrungsquelle, Rohstofflieferant oder Schutz vor anderen gehalten werden. Die Katze ist das für uns bekannteste älteste Heimtier, weil die alten Ägypter sie damals domestiziert haben und sie so als Gottheit verehrt wurde. Die Heimtierhaltung durchzog auch die komplette Geschichte wie auch die Nutztierhaltung. Sie war auch auf allen Kontinenten und bei den meisten Zivilisationen verbreitet. Derzeit ist sie auch ein bedeutendes Mysterium, überwiegend in den westlichen Sozialstrukturen. Häufig werden Hunde und Katzen, aber auch Vögel und Nager gehalten, wo in der Regel der Besitzer eine persönliche Bindung aufbaut. Die Heimtierhaltung ist durch den Verkauf vieler Produkte zu einem beträchtlichen Wirtschaftsfaktor herangewachsen.

Die Heimtierhaltung ist die Haltung von Tieren aller Art, demzufolge wie Wild-, Nutz- oder Haustiere, die in privaten Haushalten leben. Heimtiere können gebändigte Nutz- oder Haustiere sowohl auch nicht gebändigte Wildtiere sein. Die Wildtierhaltung ist die Haltung wilder, nicht gezähmter Tiere aus einer Vielfalt unterschiedlicher und der Geschichte immer weiter wandelnder Gründe, wie die Zootierhaltung (Zoos, Menagerien, Delphinarien und Meere- Themenparks), Aquaristik (Aquarien und Vivarien) und die Gehegehaltung zur Herstellung von Wildfleisch.

Die artgerechte Haltung sollte den Bedürfnissen der Tiere entsprechen, wohin gegen die Massenhaltung nicht artgerecht ist. Es spielen viele Faktoren eine Rolle. Durch die Züchtung und Anpassung von Wildtieren an die Nutzungsziele des Menschen, brauchen Haus- und Nutztiere die Gehegehaltung, weil sie sich nicht mehr selbst in der freien Natur versorgen können. Die wesentlichen Verhaltensmuster bleiben zum Teil erhalten und müssen ausgelebt werden. Eine artgerechte Tierhaltung erhöht das wohlergehen der Tiere und somit auch die tierischen Leistungen, wie die Qualität des Fleisches, von Milch und des Felles. Es entspricht aber nicht den wirtschaftlichen Gesichtspunkten der üblichen Tierhaltung. Diese Tiere, die artgerecht gehalten werden, sind vitaler und auch weniger stressanfälliger. Sie erkranken seltener und sind unempfindlicher gegenüber ärztlichen Behandlungen. Vorwiegend trifft die artgerechte Haltung bei biologisch wirtschaftlichen Betrieben auf, aber auch da gibt es „schwarze Schafe“. Das man die Tiere nicht oft artgerecht hält, liegt viel daran, dass man die Bedürfnisse der Tiere nicht erkennt und an den teuren Umbauten alter Gebäuden. Wichtige Kriterien für eine artgerechte Haltung für Tiere sind: angepasste Größen von de Tiergruppen, ausreichender Platz, Gelegenheiten zum Auslaufen und getrennte Bereiche zum fressen, liegen und koten der Tiere.